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Schützengilde St. Georgen

Disziplinen

Gewehr, Pistole, Bogen, Armbrust und Blasrohr. Womit du anfängst, entscheidest du vor Ort — ausprobieren darfst du alles.

Gewehr

Höchste Präzision auf kleinstem Raum: Beim Luftgewehr misst die Zehn auf zehn Meter nur einen halben Millimeter, beim Kleinkaliber auf fünfzig Meter 10,4 Millimeter. Geschossen wird stehend, kniend, liegend und aufgelegt.

Luftgewehr

Das Luftgewehr ist ein Druckluftgewehr mit einem extern zu befüllenden Druckluftbehälter. Erlaubt ist spezielle Schießkleidung — in der Regel Schuhe, Hose, Jacke und ein Handschuh für die Stützhand; sie erhöht die Stabilität. Das Ziel steht 10 m entfernt, die Zehn misst nur 0,5 mm. Als olympische Disziplin wird das Luftgewehr ausschließlich im frei stehenden Anschlag geschossen. Ein Wettkampf umfasst je nach Altersklasse bis zu 60 Schuss, geschossen wird mit herkömmlichen Diabolos.

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Kleinkaliber

Auch das Kleinkalibergewehr ist olympisch. Zugelassen sind nur Einzellader für Randfeuerpatronen im Kaliber 5,6 mm (.22 lfb/lr). Das Ziel steht 50 m entfernt, die Zehn misst 10,4 mm — ins Verhältnis zur Distanz gesetzt ist sie damit noch kleiner als beim Luftgewehr. Geschossen wird stehend, kniend, liegend und aufgelegt.

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Auflage

Ab der Altersklasse III (ab 51 Jahre) kannst du in den Seniorenklassen aufgelegt schießen. Das Gewehr ruht dabei auf einer Stütze, im Stehen wie im Sitzen. Das Probeschießen zählt zur Wettkampfzeit, eine gesonderte Probezeit gibt es nicht. Wegen der hohen Ergebnis- und Leistungsdichte wird bei Meisterschaften nur in Zehntelringen gewertet.

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3-Stellung

Den Dreistellungswettbewerb mit dem Luftgewehr tragen Schüler und Jugend aus — er legt früh die Grundlagen für dieselben Disziplinen im Kleinkaliberbereich. Je ein Drittel der Wettkampfzeit entfällt auf kniend, liegend und frei stehend. Vor dem Kniendanschlag stehen 15 Minuten für beliebig viele Probeschüsse zur Verfügung; die Umbauten am Gewehr und das Probeschießen vor den beiden anderen Anschlägen laufen innerhalb der Wettkampfzeit.

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Pistole

Hast du eine ruhige Hand? Bei der Pistole wird stehend freihändig geschossen — mit einer Hand, ohne Auflage, auf 10, 25 oder 50 Meter.

Luftpistole

Die Luftpistole ist eine Druckluftpistole mit einem extern zu befüllenden Druckluftbehälter. Seit Seoul 1988 ist sie olympisch. Geschossen wird stehend freihändig: Die Pistole wird nur mit einer Hand gehalten und nirgends aufgestützt. Die Ziele stehen 10 m entfernt, je nach Wettkampfart und Altersklasse sind bis zu 60 Schuss zu absolvieren. Als Munition dienen herkömmliche Diabolos im Kaliber 4,5 mm.

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Sportpistole

Die Sportpistole hat ein Magazin für fünf Schuss und verwendet das Kaliber .22 lfB, auch Kleinkaliber genannt, mit 5,6 mm Durchmesser. Die Ziele stehen 25 m entfernt. Die Disziplin ist olympisch; ein regulärer Wettkampf besteht aus 30 Schuss Präzision und 30 Schuss Duell. Im Duellteil drehen sich Kippscheiben fünfmal zum Schützen, der jeweils drei Sekunden für einen Schuss hat.

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Freie Pistole

Die Freie Pistole ist ein Einzellader und gilt als Königsdisziplin: 50 m Entfernung, stehend freihändig, mit einer Hand und ohne Auflage. Sie verwendet das Kaliber .22 lfB mit 5,6 mm Durchmesser, ein Wettkampf umfasst 60 Schuss. Seit 2017 ist die Freie Pistole nicht mehr olympisch.

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Bogen

Bist du der nächste Robin Hood? Bogenschießen zählt seit 1972 zu den olympischen Sportarten.

Pfeil und Bogen werden seit mindestens 14.000 Jahren benutzt — erst zur Jagd, später als Fernwaffe. Die heute am weitesten verbreitete Bogensportart ist das Schießen auf standardisierte Zielscheiben mit dem Recurvebogen, an den Zielvorrichtung und Stabilisatoren angebaut sind. Dieser oft „olympischer Bogen“ genannte Bogen ist ein technisch hoch entwickeltes Sportgerät und trifft auch auf große Distanzen genau.

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Armbrust

Die Armbrust wird heute auch als Sportgerät bei Wettkämpfen im Sportschießen verwendet.

Im antiken Griechenland ist seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. eine Urform der Armbrust bezeugt. Die Armbrust, historisch auch Kreuzbogen genannt, ist eine Fernwaffe: ein auf einer Mittelsäule montierter Bogen, dessen Sehne von einer Rückhaltevorrichtung gespannt gehalten und über einen Abzugsmechanismus ausgelöst wird. Verschossen werden Bolzen, Pfeile oder Kugeln.

Ein Schütze steht am Außenstand und legt mit der Armbrust an; vor ihm auf der Wiese stehen Zielscheiben auf Ständern, dahinter die Holzverkleidung des Schützenhauses.

Blasrohr

Unsere jüngste Disziplin — und die, mit der wir zuerst international angetreten sind.

Unser Stand steht drinnen und hat drei Bahnen. Geschossen wird auf Scheiben mit farbigen Ringen, ähnlich denen beim Bogen. Im Wettkampf kommen 3D-Ziele dazu, die im Gelände auf verschiedenen Entfernungen stehen.

Der Blasrohrstand: drei nebeneinander aufgehängte Scheiben mit je sechs Zielringen vor einer Holzwand, darüber Rohre und Pfeile in Behältern, rechts der Vereinswimpel.

Europameisterschaft 2026

Vom 22. bis 24. Mai 2026 trafen sich im Keltendorf Schwarzenbach in Österreich rund 162 Schützinnen und Schützen aus sechs Nationen zur Europameisterschaft im Blasrohrschießen auf 3D-Ziele. Für uns traten Klaus Fischer, Thomas Jäkle und Hans Fleig an — alle drei gehören dem Kader des Südbadischen Sportschützenverbands an.

Klaus Fischer belegte in der Blasrohrklasse B der Herren mit 725 Ringen den fünften Platz. Bei seinem ersten internationalen Auftritt lag er zwischenzeitlich auf Treppchenkurs; auf der langen Distanz gab er dann etwas nach. Thomas Jäkle und Hans Fleig kamen beide auf 644 Ringe — über die Ringzusammensetzung entschied sich Platz 29 für Hans Fleig und Platz 30 für Thomas Jäkle.

Ausgetragen wurde auf vier 3D-Parcours. Deutschland holte über die Klassen hinweg mehrfach Gold, Silber und Bronze.

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