Geschichte
Neugierig, wie unser Verein entstanden ist?
- 1889
- Die Schützengesellschaft wird gegründet
- 1926
- Zusammenschluss zur Schützengilde
Unsere Chronik setzt 1889 ein: Am 1. Mai jenes Jahres wurde unter Vorstand „Ulmer“ die Schützengesellschaft gegründet. Die Schützengilde selbst entstand 1926, als sich die geschwächte Schützengesellschaft und der 1924 gegründete Kleinkaliber-Schützenverein zusammenschlossen.
Beide Jahreszahlen gehören zusammen: Die eine steht für den Anfang, die andere für den Namen, den der Verein bis heute trägt.
I1889–1945
Die Anfänge
1889–1919
Entstehung
Im Jahre 1889 am 1. Mai wurde unter Vorstand „Ulmer“ die Schützengesellschaft gegründet. Sie bestand meistens aus gedienten Soldaten. Im Juli 1901 wurde am Seilerberg eine provisorische Großkaliberanlage gebaut. Geschossen wurde mit schweren Büchsen Kaliber 8×50 auf eine Entfernung von 175m. Die Vorstandschaft bestand aus den Herren L. Weisser, Haas und Dold. 1913 gründete der Militärverein eine Schützenabteilung. Vorstand wurde Josef Hils. Im Frühjahr 1914 konnte ein provisorischer KK-Schießtand gebaut werden. Verschiedene Mitglieder kauften Gewehre und der Schießbetrieb konnte aufgenommen werden. Im August 1914 wurden 15 Schützen für den Krieg eingezogen. Durch den 1. Weltkrieg und immer mehr Einberufungen kam der Schießbetrieb schließlich ganz zum Erliegen. Nach dem überstandenen Krieg begann die Zahl der Mitglieder wieder zu steigen. 1919 war ein Mitgliederstand von 28 Schützen erreicht.
1919–1924
Bau des 1. Schützenhauses
1919 erstellte Architekt Rothmund kostenlos einen Plan für ein Schützenhaus (linkes Gebäude). Das notwendige Holz dazu stiftete Vereinsmitglied Kiel. 1920 wurde die Anlage vom Bezirksamt Villingen abgenommen und für den Schießbetrieb freigegeben. So konnte der Schießbetrieb mit 5-6 Schützen wieder aufgenommen werden. 1924 wurde auch ein Kleinkaliber Schützenverein (rechtes Gebäude) gegründet, der dem Kyffhäuserbund unterstand. Der Verein zählte 50 Mitglieder.

Die beiden Schützenhäuser am Seilerberg, Aufnahme um 1930 1926
Geburtsstunde Schützengilde
1926 war die im Jahre 1889 gegründete Schützengesellschaft so geschwächt, dass sie als selbstständiger Verein nicht mehr existieren konnte. Nach intensiven Aussprachen zwischen der Schützengesellschaft und dem Kleinkaliber Schützenverein wurde der Zusammenschluss der beiden Vereine zur Schützengilde 1926 e.V. St. Georgen/Schw. beschlossen. Die Vereinsstärke betrug 80 Mitglieder. (Bild: Standeinweihung 1928)

Standeinweihung 1928 Vorstandswahlen
Die Vorstandschaft wurde neu gebildet. Präsident wurde Johannes Huss (s. Bild) und Oberschützenmeister Josef Hils. Auf Grund guter, aufrichtiger Kameradschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigem Vertrauen erlebten die Mitglieder der Schützengilde viele schöne Stunden und Jahre.

Die Chronikseite zur Vorstandswahl 1933–1934
Schwere Zeiten
Nach 1933 hatte der Schießbetrieb am Seilerberg häufig mit Störungen von SA und SS Organisationen zu kämpfen. Diese Störungen brachten viele Auseinandersetzungen in die Vorstandschaft und damit häufigen Vorstandswechsel. Aber auch bei all den schweren Zeiten gab es noch schöne Erinnerungen, wie z.B. den Festzug der Schützen 1934 in der Bergstadt St. Georgen.

Festzug der Schützen 1934 in St. Georgen 1945
Zwanghafte Auflösung
Nach dem 2. Weltkrieg 1945 mussten alle Waffen und Munition abgegeben werden. Die Schießanlagen am Seilerberg mussten zerstört werden und die Schützengilde wurde aufgelöst. (Bild: demontierte Schützenanlagen 1952)

Die demontierten Schützenanlagen, 1952
II1956–1972
Wiedergründung und Aufbau
1956–1959
Wiedergründung
1956 und 57 wurde Alois Ibach, welcher auch schon Mitglied im alten Kleinkaliber-Verein war, mehrfach angesprochen wieder eine Schützengilde zu gründen. 1958 fand eine Gründungsversammlung im Gasthaus „Sonne“ in St. Georgen statt. Aus dieser Versammlung ging die Wiedergründung der Schützengilde 1926 e.V. hervor. 1959 begann der Bau eines neuen Schützenhauses auf dem alten Gelände am Seilerberg. (Bild: Der erste Spatenstich)

Der erste Spatenstich für das neue Schützenhaus Aufbau des Schützenhauses
Das Schützenhaus wurde mit Luftgewehr- und KK-Ständen, einem Wirtschaftsraum, einem Auswertungsraum und einem Heizungsraum ausgerüstet.

Der Rohbau des neuen Schützenhauses 1960
Ein gelungenes Werk
Im September 1960 fand das Eröffnungsschießen statt und es war ein großer Erfolg. Unter der Führung von Oberschützenmeister Alois Ibach fand die Schützengilde in den Reihen anderer Vereine viele Freunde unter den Schützen. Man traf sich zu vielen Wettkämpfen und man pflegte eine gute Kameradschaft untereinander. Die Schützengilde erreichte wieder einen beachtlichen Bekanntheitsgrad.

Das Schützenhaus im Bau, 1960 1962–1972
Vorstände
Alois Ibach (links) wurde 1962 von Albert Bauer (Mitte) als 1. Vorstand abgelöst. 1964 begann man zusätzlich mit dem Luftpistolen-Schießen. Kreis-, Bezirks- und Landesmeisterschaften wurden von der Schützengilde belegt und man erzielte beachtliche Erfolge. 1968 wurde Günter Wetzel (rechts) neuer Oberschützenmeister, welcher aus beruflichen Gründen 1972 von Walter Besch abgelöst wurde.

Die Vorstände dieser Jahre
III1976–1995
Ausbau
1976
50 Jahre Jubiläum 1976
1976 war das Jubiläumsjahr. 50 Jahre konnte die Schützengilde 1926 e.V. auf ihr Bestehen zurückschauen. Zu diesem Anlass wurde die Bevölkerung von St. Georgen und Umgebung, sowie alle Schützen aus Nah und Fern eingeladen. Es wurde ein Preis-Pokal und Talerschießen durchgeführt. Der Schießsport, die Kameradschaft und die Geselligkeit wurde in den darauffolgenden Jahren sehr gepflegt und gefestigt. Die Mitgliederzahl wuchs auf 150. (Bild ca. 1965)

Vor dem Schützenhaus, Aufnahme um 1965 1978
Ein harter Schlag
Ein harter Schlag traf die Schützengilde als im Jahr 1978 die Schießanlage vom Regierungspräsidium Freiburg geschlossen wurde. Die Schießerlaubnis wurde entzogen. Kurzentschlossen haben wir den Umbau mit Hilfe der Stadt St. Georgen vorgenommen. Nach 1,5 jähriger Bauzeit war in mühevoller, harter Arbeit die Schießanlage fertig gestellt. Die neue Anlage ist unser aller Stolz. (Bild: Schutzwallaufschüttung)

Die Schutzwallaufschüttung, 1978 1981–1988
Neue Schießanlage
Mit der neuen Anlage verfügt der Verein über 8 KK-Stände und 14 LG-Stände. Im Jahre 1981 bekam die Schützengilde einen Telefonanschluss eingebaut und 1988 eine Gasheizung installiert.

Bau der neuen Schießanlage 1989
Vorstandswechsel
Im Jahr 1989 stellte Oberschützenmeister Walter Besch nach 17 jähriger Amtszeit sein Amt zur Verfügung. Sein Nachfolger wurde Oberschützenmeister Klaus Wißler (links), welcher zuvor schon 7 Jahre als Sportwart tätig war. Unter der Führung von Klaus Wißler entstand das Ziel das Vereinsvermögen zu vermehren. Dafür wurden mit viel Einsatz und großem Erfolg Waldfeste beim Schützenhaus durchgeführt. In der Peterzeller Gemeindehalle fanden Theaterabende und Jugenddiscos statt. 1995 übernahm Willi Weisser (rechts) den 1. Vorstand, aber dazu kommen wir später noch.

Übergabe des Amtes 1992
Neubau einer Luftdruckhalle
Um optimale Trainings- und Wettkampfbedingungen, insbesondere auch für die Schützenjugend, zu erreichen, wurde der Neubau einer Luftdruckhalle mit 12 Ständen geplant. Gleichzeitig sollten auch eine Küche und neue Toilettenanlagen gebaut werden. Am 3. August 1992 wurde mit dem Ausgraben und Verlegen der Entwässerungsleitung begonnen.

Ausgraben und Verlegen der Entwässerungsleitung, August 1992 Rohbau für Küche und WC
Nun war Genauigkeit gefragt, denn die Abwasserleitungen mussten maßgenau vor dem Betonieren verlegt werden. Das war für unsere Schützen mit ihrer Zielgenauigkeit und den Adleraugen natürlich kein Problem.

Rohbau für Küche und Toiletten Luftdruckhalle
Mit viel Arbeit und der Unterstützung der Zimmermannsfirma Walter Lehmann begann der Bau der neuen Luftdruckhalle.

Aufrichten der Luftdruckhalle 1993
Der Fleiß zahlte sich aus
Durch die günstige Witterung konnte bis Mitte Januar 1993 die Außenverkleidung fertiggestellt werden. Jetzt fehlte nur noch der Innenausbau, die Dachrinnen und zu guter Letzt wurde das Dach gedeckt.

Das Dach wird gedeckt 1994
1. Wettkampf in neuer Halle
Am Freitag den 9. September 1994 wurde nach 2-jähriger Bauzeit, in über 6000 Arbeitsstunden, mit einem Kostenaufwand von 250.000.-DM die Halle offiziell eröffnet.

Der erste Wettkampf in der neuen Halle 1995
Neuer Vorstand 1995
Nach 6 Jahren übernahm Willi Weisser (rechts) das Amt des Vorstands. Er war nun auch schon 14 Jahre Sportwart. Willi lag die Förderung der Jugendarbeit und Kameradschaft der Schützenfamilie ganz besonders am Herzen. Während seiner Zeit fanden das Dreikönigsschießen, die Ernst-Heinzmann Gedächtnis- und Vatertagswanderungen statt. Die neue Halle lud dazu ein Kreisschützentage und Kreissiegerehrungen durchzuführen.

Willi Weisser (rechts) übernimmt den 1. Vorstand
IV1999–2020
Bis heute
1999–2003
Große Volksbeteiligung
Durch die Einnahmen der Vereinsgaststätte, dem Rosenschießstand beim Stadtfest und dem Jedermannschießen mit Rekordbeteiligung konnten die Schulden vom Hallenbau getilgt werden. 1999 übernahm Armin Berblinger die Führung der Schützengilde. Durch ihn entstand die Kooperation mit der Robert-Gerwig-Schule, wobei Jugendliche für den Schießsport begeistert werden sollten. Es wurde viel für Gewehre und Bekleidung für die Jugend investiert. Seit 2003 war Armin Berblinger mit großem Erfolg auch Jugendleiter.

Großer Andrang beim Schießen 2008
50 Jahre Wiedergründung
Am 25. Oktober 2008 wurde in der festlich geschmückten Schießhalle 50 Jahre Wiedergründung gefeiert. Die Ehrungen der Mitglieder und die abschließende Siegerehrung des Königsschießen stand im Mittelpunkt der Jubiläumsfeier.

50 Jahre Wiedergründung 2009–2011
Elektronische Anlagen
2009 wurden die Luftdruckstände auf elektronische Schussauswertungsanlagen der Firma Disag umgebaut. 2010 wurden unter der Bauleitung von Melanie und Wolfgang Link sowie Klaus Wißler auch die KK-Stände auf eine elektronische Anlage umgebaut. 2011 und 1167 Stunden Eigenleistung der Schützen später, konnte auch die neue KK-Anlage abgenommen und eingeweiht werden. Nach 12 Jahren gab Armin Berblinger sein Amt ab, welches wieder Klaus Wißler übernahm.

Die elektronischen Anlagen in der Luftdruckhalle 2013–2015
Mitgliederschwund
Um dem Mitgliederschwund entgegenzuwirken gründete man 2013 eine Bogenabteilung. 2014 nahmen bereits 3 Jungschützen an den Kreismeisterschaften teil und errungen eine Bronzemedaille. Mit der Robert-Gerwig-Ganztagesschule wurde eine Kooperation abgeschlossen. Bis zu 10 Schüler konnten beim Bogenschießen unterrichtet und betreut werden. Die Kugelschützen stellten eine Luftgewehr-, eine Luftpistolen- und zwei Luftgewehr Auflage Mannschaften. Aus Altersgründen gab Klaus Wißler 2015 den Vorstand ab. Oberschützenmeister und Nachfolger wurde Manfred Schröder.

Bogenschießen im Freien 2017–2020
Erwerb des Grundstücks
Mit viel Elan übernahm Manfred Schröder die Führung der Schützengilde. Unter anderem war ihm die Konzession der Gaststätte und die Nutzung der Gaststätte für mehr Feste wichtig. In der Luftdruckhalle wurden Kreismeisterschaften für Schüler und Jugend durchgeführt. Auch die Gaststätte profitierte von einem Bildschirm, welcher die Wettkampfergebnisse aus der Halle übertrug. 2017 konnte das gepachtete Gelände gekauft werden. Im November 2019 ist Manfred Schröder als Oberschützenmeister zurückgetreten. 2020 wurde Raphael Weisser als Nachfolger gewählt.

Das Vereinsgelände am Seilerberg
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Wir erzählen dir gern, was zwischen den Stationen liegt — am besten gleich vor Ort im Schützenhaus.